MARIA GRÜN - DIE WALLFAHRTSKIRCHE IM WIENER PRATER

HEILIGE MESSEN IN MARIA GRÜN

Jeden Sonn- und Feiertag um 10:30 Uhr 

 

 

 

Weil Jesus auferstanden ist, hat er entscheidende Bedeutung für uns. Hier liegt das Kern- und Zentralstück des christlichen Glaubens. Dank der Tatsache der Auferstehung wissen wir, dass das Leben und die Sinnlosigkeit des Todes einen sicheren Sinn haben, der mit dem Auferweckungsgeschehen voll ans Licht tritt. 

Ein Tor zur absoluten Zukunft hat sich uns aufgetan, und eine unauslöschliche Hoffnung hat sich dem Menschen ins Herz gesenkt. Wenn Christus tatsächlich auferweckt worden ist, dann werden auch wir ihm folgen und "in Christus alle lebendig gemacht werden". (1 Kor 15,20.22).

 

Leonardo Boff


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1020 Wien ASPERNALLEE 

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KANZLEISTUNDEN

 

Terminvereinbarungen:

Mittwoch 15-18 Uhr

 

Tel.: 01/729 6000

 

 

P. CLEMENS KRITZ

 

Trinitarier

und Kirchenrektor von Maria Grün


HISTORIE MARIA GRÜN

Ursprünglich als Notkirche für die Freudenau erbaut, wurde ist von den Menschen zur Wallfahrtskirche gemacht. Unzählige Lebensgeschichten sind mit der Kirche in der grünen Praterau verbunden und vielen hat die Mutter mit dem Jesukind auf der Praterbank geholfen. Die besondere Lage der Kirche, mitten in der grünen Au, gibt Gottsuchern und Erholungssuchenden gleichermaßen ein schützendes Dach.

 

Der Wiener Prater besteht nicht nur aus dem Riesenrad, dem Wurstelprater oder der Liliputbahn. 600ha Grünfläche, Naturschutzgebiet und Naturdenkmal bilden eine grüne Oase inmitten der Großstadt. Möglichkeit zur Erholung für Leib und auch Seele.

 

1403 wird das Gebiet des Praters erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1766 war das weite Augebiet kaiserliches Jagdgebiet. Kaiser Josef II. öffnete den Prater zur Benutzung und Erholung für die Wiener  Bevölkerung. 1859 wurde die Freudenau eingemeindet. Kaisermühlen, Freudenau und Zwischenbrücken wurden gemeinsam mit der Jägerzeile, zu der auch der Prater gehörte, zum zweiten Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt, zusammengefasst. 1862 nahm die Galopprennbahn ihren Betrieb auf. In der Nähe vom Lusthaus wurde auch eine einklassige Volksschule eröffnet. Anton Schenzt, der erste Schulleiter litt unter der unzureichenden religiösen Betreuung der Freudenauer Bevölkerung, vor allem der Kinder. Der Weg zur Pfarrkirche St. Johann Nepomuk dauerte mit Hin- und Rückweg etwa drei Stunden. am 16. Mai 1863 wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung ein Marienbild gesegnet, welches Anton Schanzt an einem Baum befestigte. Eine Glocke rief regelmäßig zum Gebet; die Kinder, aber auch die Erwachsenen nutzten diesen Andachtsort gerne. 

1911 ließ der Gastwirt Plankenbüchler in der Nähe des Marienbildes eine Marien- und eine Herz-Jesu-Statue aufstellen, die ebenfalls die Gläubigen anzog. Diese brachten dann ihrerseits Heiligenbilder an den umgebenden Bäumen an, welche von der Praterverwaltung zum Schutz der Bäume wieder entfernt wurden. Die so genannte Waldandacht bestand bis in die 1930er Jahre. Die beiden Statuen befinden sich noch heute an ihrem Platz. 

 

1895 war die Eröffnung der neuen Volksschule in der Aspernallee. Der Turnsaal durfte an Sonn- und Feiertagen für Gottesdienste genutzt werden. Seelsorger waren zunächst die Salvadorianer von Kaisermühlen. Gleichzeitig mit der am 15. Juli 1917 erfolgten Übergabe der neu erbauten Kaiser-Jubiläumskirche auf dem Erzherzog-Karls-Platz an die Patres des Trinitarierordens wurden diese auch mit der Seelsorge und dem Religionsunterricht in den Bezirksteilen Donaustadt, Prater, Krieau und Freudenau beauftragt. Das genannte Gebiet wurde am 1. Juli 1921 zur selbständigen Pfarre Donaustadt erhoben. P. Vinzenz Mayerhofer OSsT übernahm Seelsorge und Religionsunterricht in der Freudenau. 

 

1923 wurde durch Erlass des Stadschulrates die Benützung des Turnsaales für Gottesdienste verboten. Dies war die Geburtsstunde von Maria Grün. Am 12.10.1924 erfolgte die Grundsteinlegung durch P. Norbert Schuhmacher OSsT (erster Pfarrer von Donaustadt Wien II). Die Kirche wurde nach den Plänen von Stadtbaumeister Josef Münster im Modern/neuromanischen Stil erbaut. Der Bau erfolgte in einem Rekordtempo. 

Am 16.11.1924 erfolgte die Glockenweihe. Das Geläut besteht aus drei Glocken, die währen des Krieges abgeliefert, aber nicht eingeschmolzen wurden. (1634 gegossen, 1702 von Thomas Zwelfer gegossen, 1760 von Johann Josef Pfrengler gegossen). 

Die neue Kirche wurde am 21.12.1924 von Erzbischof Kardinal Piffl geweiht. Der Name "Maria Grün" bezieht sich auf die Lage im grünen Wald.

Das Bauwerk wurde als einfacher Kirchenbau mit rechteckigem Grundriss errichtet. Das westliche Joch wird von einem Dachreiter mit einem Zwiebelhelm bekrönt. An der Ostseite der Kirche befindet sich in einem Anbau die Sakristei, Kanzlei und eine kleine Küche. An der Außenwand der Sakristei sind drei Fresken mit Darstellungen der Mariazeller Madonna und der HL. Georg und Hubert, von den Künstlern Roux und Dannebacher. 

Die Inneneinrichtung (Altar, Tabernakel, und die Kreuzigungsgruppe) stammt aus der aufgelassenen Kapelle des Armenhauses von Langenlois aus dem 19 Jhtd. 

Das erste Gnadenbild über dem Altar, welches "Maria mit dem Kind auf der Praterbank" darstelle, musste bereits 1928 durch ein neues Gemälde ersetzt werden. Die Feuchtigkeit hat dem als Fresko gemalten Bild von Hans Jakubetz sehr zugesetzt. Das neue von der Künstlerin Anka von Löwenthal geschaffene Bild ist thematisch gleich. 

Am 1.4.1925 besuchte die erste Prozession von Wallfahrern die neue Kirche. Die Kirche entwickelte sich zu einem Wallfahrtsort, der immer größeren Zulauf fand. Jährlich zogen zwischen den 50 und 70 Pilgerzüge nach Maria Grün. Der Höhepunkt war im Jahre 1937 mit 72 Wallfahrten. Von 1925 bis 1948 kamen insgesamt 949 Wallfahrten. Zu erwähnen ist die bist heute, jährliche Wallfahrt der burgenländischen Kroaten im Mai. Während der NS-Zeit waren die Wallfahrten nicht direkt verboten, aber doch behindert. Am 27. Dezember 1944 und am 15. Februar 1945 wurde die Kirche von den Wirren des 2. Weltkrieges erfasst. Die Beschädigungen waren groß, die Umgebung wurde durch Bomben schwer verwüstet, aber die Kirche hat im Wesentlichen diese schweren Angriffe überstanden. Schon am 1. Mai 1945 gab es bereits die erste Wallfahrt zur Kirche, deren Renovierung am 10.10.1948 abgeschlossen war. Da die Kirche oft zu klein war, feierte man die Gottesdienste im Freien. Für den Altar errichtete man eine Feldkapelle (heute Kerzenkapelle) die 1931 vom päpstlichen Nuntius in Österreich, Erzbischof Sibilia geweiht wurde. 1935 Weihe des Kreuzweges.

Im Kreuzweg eingebunden erreichtet wurde ein Aids-Memorial als Gedenkstätte für die an den Folgen von HIV und Aids verstorbenen Menschen. Welches im Rahmen der Feier zum Aids Memorial Day am 2. Juni 2007 enthüllt und gesegnet wurde. Die Kirche wurde 2008/2009 umfassend saniert und renoviert. 2024 konnte auch die Kerzenkapelle renoviert werden. 

 

Maria Grün war und ist eine beliebte Tauf- und Hochzeitskirche. Erfreulicherweise haben auch die Wallfahrten wieder zugenommen. So kommen die Senioren der Dompfarre seit vielen jähren, die Schulschwestern mit Kindern, Eltern, Lehrern, Lehrerinnen, Firmengruppen, Erstkommunionkinder...  Nicht unerwähnt bleiben darf die "Kirchengemeinde", die das ganze Jahr über die Gottesdienste hier feiert. Viele Menschen n kommen täglich hier her , mit ihren Sorgen, oder einfach Ruhe und Erholung suchend. 

 

Möge Maria, die Mutter von der Guten Hilfe, sie alle unter ihren Schutzmantel nehmen. 

Die Geschichte der Kirche zeigt, wie verwoben Kirche und Bevölkerung sind. Es zeigt aber auch die Initiativen und pastoralen Bemühungen meiner schon verstorbenen Mitbürger um die Betreuung dieses großen Pfarrgebietes. Für Maria Grün besonders verantwortlich waren P. Vinzenz Mayerhofer OSsT, P. Martin Probson OSsT, P. Ildephons Mohr OSsT und P. Johannes Steltenpool OSsT.

P. Clemens Kriz OSsT, Kirchenrektor von Maria Grün. 

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